Was kostet der Nachweis sommerlicher Wärmeschutz?
Große Glasflächen, Dachgeschosse und viel Südausrichtung sehen gut aus — können sich im Sommer aber stark aufheizen. Der Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes nach DIN 4108-2 belegt, dass sich Aufenthaltsräume nicht unzulässig erwärmen, und ist bei Neubau und vielen Umbauten Pflicht. Was er kostet, hängt vor allem vom gewählten Verfahren und der Anzahl kritischer Räume ab. Dieser Ratgeber erklärt die beiden Nachweisverfahren, die Preistreiber und wie Sie teure Nachbesserungen vermeiden.
Worum es beim sommerlichen Wärmeschutz geht
Der sommerliche Wärmeschutz soll verhindern, dass sich Innenräume durch Sonneneinstrahlung über ein erträgliches Maß aufheizen — und zwar ohne aktive Kühlung. Geprüft werden vor allem stark verglaste Räume, Räume unter dem Dach und nach Süden, Südwesten oder Westen orientierte Bereiche.
Die DIN 4108-2 kennt zwei Wege: das vereinfachte Sonneneintragskennwert-Verfahren und die thermische Gebäudesimulation. Beim ersten wird ein zulässiger Kennwert mit dem vorhandenen verglichen; das genügt für die meisten Wohngebäude. Die Simulation rechnet stundenweise über einen Sommer und weist die tatsächlich auftretenden Raumtemperaturen aus — sie ist genauer, aber aufwendiger.
Womit Sie rechnen sollten
Den Nachweis erstellen wir ab 690 €. Den verbindlichen Festpreis nennen wir nach Sichtung der Planung, in der Regel innerhalb von 48 Stunden. Reicht das vereinfachte Verfahren, liegen Sie am unteren Ende der Spanne; ist eine thermische Simulation nötig, steigt der Aufwand entsprechend.
Im Preis enthalten sind die Auswahl des passenden Verfahrens, die Berechnung der kritischen Räume und die prüffähige Dokumentation für die Bauvorlage.
Was den Preis beeinflusst
Den Aufwand bestimmen vor allem:
- gewähltes Verfahren (Sonneneintragskennwert oder thermische Gebäudesimulation)
- Anzahl der nachzuweisenden, kritischen Räume
- Größe, Ausrichtung und Neigung der Fensterflächen
- vorhandener oder geplanter Sonnenschutz (außen liegend, innen liegend)
- Lage der Räume (z. B. Dachgeschoss mit hoher Aufheizung)
Wann die teurere Simulation nötig wird
Bei sehr großen Glasflächen, durchgehender Südverglasung oder Räumen, die im vereinfachten Verfahren knapp durchfallen, lohnt oder erfordert sich die thermische Simulation. Sie bildet Speichermassen, Lüftung und Verschattung realistischer ab und kann so nachweisen, dass ein Raum trotz viel Glas zulässig bleibt.
Häufig rettet die Simulation Planungen, die im einfachen Verfahren scheitern würden — und erspart damit teure Umplanungen wie kleinere Fenster oder zusätzliche Technik.
So senken Sie Kosten und Sommerhitze zugleich
Der günstigste Nachweis ist der, der von Anfang an erfüllt wird. Außen liegender, beweglicher Sonnenschutz (Raffstores, Rollläden, Markisen) ist energetisch am wirksamsten und verbessert den Kennwert deutlich. Auch die Fensterorientierung, der Glasanteil und die Speichermasse des Gebäudes wirken sich aus.
- Außen liegenden Sonnenschutz früh einplanen
- Glasanteil und Ausrichtung kritischer Räume bewusst wählen
- Nachtlüftung und Speichermassen berücksichtigen
- Den Nachweis vor Festlegung der Fensterplanung einholen
Ablauf bei ecoExperten
Sie senden uns die Grundrisse, Ansichten und Angaben zu Verglasung und Sonnenschutz. Wir prüfen, welches Verfahren ausreicht, und erstellen den Nachweis als prüffähiges Dokument. Stellt sich heraus, dass ein Raum kritisch ist, zeigen wir Ihnen die wirtschaftlichste Lösung, bevor Sie umplanen.
Häufige Fragen
Wann reicht das einfache Verfahren?
Für viele Wohngebäude genügt das Sonneneintragskennwert-Verfahren. Bei besonders großen Glasflächen, Dachräumen oder kritischen Räumen kann eine thermische Simulation erforderlich werden — diese ist genauer, aber aufwendiger.
Was kostet der Nachweis?
Bei uns ab 690 € inkl. MwSt. Den verbindlichen Festpreis erhalten Sie nach Sichtung der Unterlagen innerhalb von 48 Stunden. Die thermische Simulation liegt aufwandsbedingt höher.
Ist der Nachweis Pflicht?
Ja, bei Neubau und vielen größeren Umbauten ist der sommerliche Wärmeschutz Teil der Bauvorlage. Er ist neben dem winterlichen Wärmeschutz (GEG-Nachweis) ein eigener, eigenständiger Nachweis.
Hilft Sonnenschutz beim Nachweis?
Sehr deutlich. Außen liegender, beweglicher Sonnenschutz reduziert den Sonneneintrag am stärksten und verbessert den Kennwert erheblich — oft entscheidet er darüber, ob ein Raum den Nachweis besteht.
Was passiert, wenn ein Raum den Nachweis nicht besteht?
Dann zeigen wir Lösungen auf: besserer Sonnenschutz, andere Verglasung, mehr Nachtlüftung oder eine genauere Simulation. Ziel ist immer, den Nachweis ohne teure Umplanung zu erfüllen.
Sommerlicher Wärmeschutz (DIN 4108-2)
Nachweis gegen sommerliche Überhitzung nach DIN 4108-2.
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