Was kostet ein GEG-Nachweis für Nichtwohngebäude?
Bei Nichtwohngebäuden — also Bürohäusern, Praxen, Hallen, Verkaufs- und Gewerbeflächen — ist die GEG-Bilanzierung nach DIN V 18599 deutlich aufwendiger als bei Wohngebäuden. Der Hauptgrund: Das Gebäude wird nicht als Ganzes betrachtet, sondern in einzelne Nutzungszonen aufgeteilt und jede Zone separat bilanziert. Genau diese Zonierung bestimmt am Ende den Preis. In diesem Ratgeber erklären wir, wie sich die Kosten zusammensetzen, welche Faktoren sie nach oben treiben und wie Sie den Aufwand begrenzen.
Warum Nichtwohngebäude anders bilanziert werden
Anders als bei Wohngebäuden, die meist eine einheitliche Nutzung haben, vereinen Nichtwohngebäude oft viele verschiedene Bereiche unter einem Dach: Büros, Besprechungsräume, Lager, Technikflächen, Verkaufsräume oder Kantinen. Jeder dieser Bereiche hat eigene Anforderungen an Temperatur, Beleuchtung, Lüftung und Betriebszeiten.
Die DIN V 18599 bildet das ab, indem sie das Gebäude in Nutzungszonen unterteilt. Für jede Zone werden Energiebedarf für Heizung, Kühlung, Lüftung, Warmwasser und Beleuchtung getrennt berechnet und anschließend zum Gesamtbedarf zusammengeführt. Je mehr Zonen und je unterschiedlicher ihre Nutzung, desto mehr Rechenmodelle sind nötig — und desto höher der Aufwand.
Womit Sie rechnen sollten
Den GEG-Nachweis für Nichtwohngebäude erstellen wir ab 2.400 €. Da jedes Objekt anders zoniert ist, nennen wir den verbindlichen Festpreis nach Sichtung der Unterlagen — in der Regel innerhalb von 48 Stunden.
Im Preis enthalten ist die vollständige Bilanzierung nach DIN V 18599 inklusive Zonierung, die Berücksichtigung der Anlagentechnik und die prüffähige Dokumentation für den Bauantrag. Ein kleines, einfach zoniertes Bürogebäude liegt am unteren Ende der Spanne, ein großer Mischbau mit aufwendiger Technik deutlich darüber.
Was den Preis beeinflusst
Maßgeblich für den Aufwand sind:
- Anzahl und Art der Nutzungszonen (Büro, Lager, Verkauf, Technik, Gastronomie …)
- Gebäudegröße und Komplexität der Geometrie
- Umfang der Anlagentechnik (raumlufttechnische Anlagen, Kühlung, Beleuchtung)
- Neubau oder Sanierung im Bestand
- Qualität und Vollständigkeit der vorliegenden Planung
Anlagentechnik als größter Kostentreiber
Während bei einem Wohnhaus oft Heizung und Warmwasser im Vordergrund stehen, kommen bei Nichtwohngebäuden Lüftungsanlagen, Kühlung und die Beleuchtung als eigene, rechenintensive Bilanzbereiche hinzu. Gerade raumlufttechnische Anlagen mit Wärmerückgewinnung, Befeuchtung oder Kühlung müssen detailliert abgebildet werden.
Auch die Beleuchtung wird bei Nichtwohngebäuden energetisch bewertet — Tageslichtnutzung, Präsenz- und Konstantlichtregelung fließen in die Bilanz ein. Wer hier früh plant, kann nicht nur Energie sparen, sondern auch die Bilanz verbessern.
Förderung und Pflicht
Wie bei Wohngebäuden ist der GEG-Nachweis bei Neubau und wesentlichen Änderungen Pflicht und üblicherweise Voraussetzung für die Baugenehmigung. Für Förderungen — etwa KfW-Effizienzgebäude im Nichtwohnbereich — bildet die DIN-V-18599-Bilanz die Grundlage, auf der die geförderten Nachweise aufsetzen.
Der Vorteil: Die aufwendige Zonierung wird nur einmal erstellt und für Bauantrag, Energieausweis und Fördernachweis weitergenutzt. Beauftragen Sie alles gebündelt, vermeiden Sie Doppelarbeit und Kosten.
So senken Sie die Kosten
Der wichtigste Hebel ist eine saubere, vollständige Planung. Liegen Grundrisse, ein klares Raum- und Nutzungskonzept sowie die Eckdaten der Anlagentechnik vor, kann die Zonierung zügig erfolgen. Unklare oder sich ständig ändernde Planungen verursachen dagegen Mehraufwand.
- Frühzeitig ein klares Nutzungs- und Zonenkonzept festlegen
- Eckdaten zu Lüftung, Kühlung und Beleuchtung bereitstellen
- Aktuelle, maßstäbliche Pläne liefern
- GEG-Nachweis, Energieausweis und Fördernachweis gemeinsam beauftragen
Ablauf bei ecoExperten
Sie schildern uns das Vorhaben und stellen Ihre Planung bereit. Wir analysieren die Nutzungsstruktur, klären die Zonierung mit Ihnen ab und senden ein verbindliches Festpreisangebot — in der Regel innerhalb von 48 Stunden. Nach Beauftragung erstellen wir die vollständige Bilanzierung und liefern den prüffähigen Nachweis termingerecht.
Häufige Fragen
Warum ist der Nachweis teurer als bei Wohngebäuden?
Weil Nichtwohngebäude nach DIN V 18599 in einzelne Nutzungszonen aufgeteilt und je Zone bilanziert werden — inklusive Lüftung, Kühlung und Beleuchtung. Diese zonenweise Berechnung erhöht den Aufwand deutlich.
Was kostet die Bilanzierung?
Bei uns ab 2.400 € inkl. MwSt., stark abhängig von der Zonierung und der Anlagentechnik. Den verbindlichen Festpreis erhalten Sie nach Sichtung der Unterlagen, in der Regel innerhalb von 48 Stunden.
Was ist eine Nutzungszone?
Eine Nutzungszone fasst Bereiche mit ähnlichen Anforderungen zusammen — zum Beispiel Büros, Lager oder Verkaufsflächen. Jede Zone hat eigene Soll-Temperaturen, Betriebszeiten und Beleuchtungsanforderungen und wird separat bilanziert.
Brauche ich den Nachweis auch bei einer Sanierung?
Bei wesentlichen Änderungen an Gebäudehülle oder Anlagentechnik kann der Nachweis erforderlich werden. Wir prüfen vorab, welcher Nachweis in Ihrem Fall greift, und schlagen das wirtschaftlichste Vorgehen vor.
Kann der Nachweis für die Förderung weiterverwendet werden?
Ja. Die DIN-V-18599-Bilanz ist die Grundlage für Energieausweis und Fördernachweise. Wir nutzen das Modell weiter, sodass Sie die Zonierung nicht doppelt bezahlen.
GEG-Nachweis Nichtwohngebäude (DIN V 18599)
Energetische Bilanzierung für Nichtwohngebäude nach DIN V 18599.
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