Was kostet ein Feuchte-/Tauwasserschutznachweis?
Wo warme, feuchte Innenluft auf kalte Bauteile trifft, kann Wasser kondensieren — im Bauteilinneren oft unbemerkt, bis Schimmel, Durchfeuchtung oder Bauschäden auftreten. Der Feuchteschutz- bzw. Tauwasserschutznachweis belegt rechnerisch, dass an kritischen Bauteilen kein schädliches Tauwasser ausfällt oder anfallendes Wasser wieder austrocknet. Besonders wichtig ist er bei Sanierungen und Innendämmung. Der Preis richtet sich nach Anzahl und Komplexität der Bauteile sowie dem Berechnungsverfahren. Dieser Ratgeber erklärt Kosten, Verfahren und Anwendungsfälle.
Worum es beim Feuchteschutz geht
Bauteile müssen so aufgebaut sein, dass sich im Inneren kein schädliches Tauwasser sammelt. Diffundiert Feuchtigkeit in einen Aufbau und trifft dort auf eine kalte Schicht, kondensiert sie. Solange das Wasser im Sommer wieder austrocknet, ist das unkritisch — bleibt es im Bauteil, drohen Schimmel, Fäulnis und Substanzschäden.
Der Nachweis bewertet diese Vorgänge rechnerisch. Er ist vor allem bei Konstruktionen wichtig, die nachträglich verändert werden, weil sich dort das ursprünglich ausgeglichene Feuchteverhalten verschiebt.
Womit Sie rechnen sollten
Den Feuchteschutznachweis erstellen wir ab 590 €. Den verbindlichen Festpreis nennen wir nach Sichtung der Bauteile, in der Regel innerhalb von 48 Stunden. Wenige, klar definierte Aufbauten liegen am unteren Ende; viele unterschiedliche oder diffusionskritische Bauteile erhöhen den Aufwand.
Im Preis enthalten sind die Bewertung der relevanten Bauteile, die Auswahl des passenden Verfahrens und die prüffähige Dokumentation mit konkreten Empfehlungen zum Aufbau.
Was den Preis beeinflusst
Den Aufwand bestimmen:
- Anzahl der nachzuweisenden Bauteile und Details
- Berechnungsverfahren (Glaser oder instationär/hygrothermisch nach WUFI)
- Innendämmung oder andere kritische Konstruktionen
- Materialwahl und Diffusionsverhalten der Schichten
- Qualität der vorliegenden Bauteilaufbauten
Glaser-Verfahren oder instationäre Simulation?
Das klassische Glaser-Verfahren betrachtet vereinfacht zwei Klimaperioden und reicht für viele unkritische Aufbauten aus. Es stößt jedoch an Grenzen, wenn Schlagregen, Sonneneinstrahlung oder Anfangsfeuchte eine Rolle spielen.
Bei kritischen Konstruktionen — insbesondere Innendämmung, begrünten Dächern oder Holzbauteilen — ist die instationäre, hygrothermische Simulation (z. B. nach WUFI) genauer. Sie rechnet stundenweise über mehrere Jahre und bildet das reale Feuchteverhalten realistisch ab. Sie ist aufwendiger, gibt aber Sicherheit, wo das Glaser-Verfahren zu grob wäre.
Warum sich der Nachweis lohnt
Feuchteschäden gehören zu den teuersten und ärgerlichsten Bauschäden — von der Sanierung über Wertverlust bis zu Streit über die Ursache. Gerade Innendämmung wird ohne Nachweis schnell zum Risiko. Der Nachweis kostet einen Bruchteil dessen, was ein einziger Schadensfall verursacht.
- Sicherheit bei Innendämmung und Sanierung
- Vermeidung von Schimmel und Bauschäden
- Belastbare Empfehlung für den richtigen Bauteilaufbau
- Dokumentierter, fachgerechter Feuchteschutz
Ablauf bei ecoExperten
Sie schildern uns die geplanten oder bestehenden Bauteilaufbauten. Wir wählen das passende Verfahren, bewerten die kritischen Bauteile und liefern den prüffähigen Nachweis mit konkreten Hinweisen, wie der Aufbau feuchtesicher ausgeführt wird.
Häufige Fragen
Wann ist der Nachweis nötig?
Vor allem bei Sanierungen mit Innendämmung und bei diffusionskritischen Aufbauten, um Tauwasser und Schimmel zu vermeiden. Auch bei Holzkonstruktionen, Flachdächern und nachträglichen Dämmmaßnahmen ist er sinnvoll.
Was kostet der Nachweis?
Bei uns ab 590 € inkl. MwSt. Den verbindlichen Festpreis erhalten Sie nach Sichtung der Unterlagen innerhalb von 48 Stunden. Die instationäre Simulation ist aufwandsbedingt höher.
Warum ist Innendämmung kritisch?
Bei Innendämmung wird die ursprünglich warme Wand kalt und der Taupunkt verlagert sich nach innen. Ohne sorgfältige Planung und Nachweis kann sich Feuchtigkeit hinter der Dämmung sammeln — deshalb ist hier ein Nachweis besonders ratsam.
Reicht das Glaser-Verfahren?
Für viele unkritische Aufbauten ja. Bei Innendämmung, Holzbau oder schlagregenbelasteten Fassaden ist die instationäre Simulation zuverlässiger. Wir wählen das Verfahren passend zu Ihrer Konstruktion.
Was bekomme ich am Ende?
Eine prüffähige Bewertung der Bauteile inklusive konkreter Empfehlungen zum feuchtesicheren Aufbau — also nicht nur ein Ja/Nein, sondern eine handfeste Planungsgrundlage.
Feuchte-/Tauwasserschutznachweis
Nachweis gegen Tauwasser und Schimmel an kritischen Bauteilen.
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