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Sanierungsfahrplan: Warum sich ein iSFP doppelt rechnet

2. März 2025·5 Min. Lesezeit

Viele Eigentümer wissen, dass ihr Haus energetisch nicht optimal dasteht. Aber wo anfangen? Neue Fenster? Dach dämmen? Heizung tauschen? Alles auf einmal oder Schritt für Schritt? Und was davon bringt eigentlich wie viel?

Genau dafür gibt es den individuellen Sanierungsfahrplan — kurz iSFP. Ein Energieberater kommt zu Ihnen, schaut sich das Gebäude an und erstellt einen Plan, der auf 15 Jahre angelegt ist. Der zeigt: Was sollte in welcher Reihenfolge gemacht werden, was kostet es ungefähr, und welche Förderung gibt es dafür? Und vor allem: Welche Reihenfolge ist sinnvoll, damit man nicht heute etwas einbaut, das man in drei Jahren wieder rausreißen muss?

Was das BAFA dazugibt — Die Erstellung eines iSFP wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle mit bis zu 50 Prozent der Beratungskosten bezuschusst. Konkret heißt das: Bei Ein- und Zweifamilienhäusern maximal 650 Euro, bei Mehrfamilienhäusern ab drei Wohneinheiten bis zu 850 Euro. Wer den iSFP in einer WEG-Versammlung vorstellt, kann nochmal bis zu 250 Euro zusätzlich bekommen.

Wichtig: Die Förderung wird nach der Beratung beim BAFA beantragt und direkt an Sie als Auftraggeber ausgezahlt — nicht an den Berater. Sie zahlen also erstmal den vollen Preis und bekommen den Zuschuss anschließend zurück.

Der Vorteil, den die meisten übersehen — Der iSFP rechnet sich nicht nur durch den BAFA-Zuschuss. Wer später tatsächlich saniert und Einzelmaßnahmen aus dem Fahrplan umsetzt, bekommt über die Bundesförderung für effiziente Gebäude einen Extra-Bonus von 5 Prozent obendrauf. Klingt erstmal nach wenig, macht aber einen echten Unterschied: Die förderfähigen Kosten steigen mit iSFP auf bis zu 60.000 Euro pro Wohneinheit statt 30.000 Euro. Bei einer Dachdämmung für 40.000 Euro sind das schnell einige tausend Euro mehr Zuschuss, die man ohne iSFP nicht bekommen hätte.

Das heißt: Die Beratung macht sich nicht nur inhaltlich bezahlt, weil man weiß, was zu tun ist. Sie erhöht auch ganz konkret die Zuschüsse für die Umsetzung.

Wie es abläuft — Sie stellen eine Anfrage, wir melden uns mit einem Angebot. Nach Beauftragung vereinbaren wir einen Vor-Ort-Termin. Der Energieberater begutachtet das Gebäude — Fassade, Dach, Fenster, Heizung, Keller — und bespricht mit Ihnen Ihre Vorstellungen und Ihr Budget. Danach erstellt er den Sanierungsfahrplan: Ein Dokument mit konkreten Maßnahmen, geschätzten Kosten, Fördermöglichkeiten und einer empfohlenen Reihenfolge.

Für wen es sich lohnt — Für jeden, der sein Haus in den nächsten Jahren energetisch verbessern will und wissen möchte, wo er anfangen soll. Auch wenn Sie nicht sofort sanieren wollen: Der iSFP ist 15 Jahre lang Ihre Grundlage für höhere Förderungen. Und er hilft dabei, teure Fehler zu vermeiden — zum Beispiel eine Heizung zu tauschen, bevor die Gebäudehülle gedämmt ist.

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